Presse (Auswahl)

 

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Story

raubdruckerin ist ein experimentelles Druck-Grafik-Projekt, das städtische Strukturen wie Kanaldeckel, Gitterroste, technische Objekte und andere Oberflächen der urbanen Landschaft benutzt, um einzigartige Muster auf Streetwear, Stoffe und Papier zukreieren: Spuren der Stadt.

Schwerpunkt ist die Erforschung der Oberflächen von Städten, auf der Suche nach übersehenen, scheinbar unbedeutenden Details auf dem Bodenbelag, die sich als echte Stadtkunstwerke entpuppen. Sie zeigen unbemerkte Teile der Stadt, voller Geschichte, Vielfalt und Kreativität.

Der Prozess der Umwandlung eines städtischen Details in ein Bild, das auf jemandes Brust getragen wird, kann als umgekehrte Street Art betrachtet werden. Ein Teil der Stadt wird aus ihrem Ursprung herausgezogen und in einem anderen Kontext zu neuem Leben erweckt. Durch das Tragen des Bildes werden die Menschen selbst Teil des Projektes und es eröffnen sich Möglichkeiten, die Wahrnehmung in Bezug auf das Verhältnis zu unserer Umgebung anzuregen, Schönheit dort zu entdecken, wo man es nicht erwarten würde.

raubdruckerin wurde von dipl.raubdruckerin Emma-France Raff gegründet. Sie entwickelte das Konzept mit Kanaldeckel zu arbeiten gemeinsam mit ihrem Vater, dem Maler Johannes Kohlrusch, in dessen Atelier im ländlichen Alentejo (Portugal). Zu der Zeit studierte sie Textildesign und machte gleich einige Testdrucke auf Stoff. Nach Begutachtung der Resultate war sie gleich sehr angetan von den Möglichkeiten, die sich eröffneten und das Projekt war geboren. Unter dem Namen Estampatampa wurden die ersten „Raubdrucke“ auf dem „Festival Musicas do Mundo“ 2006 in der Stadt Sines präsentiert.

Später lag das Projekt zunächst mal auf Eis. Emma tauchte in der bunten Mode- und Textildesign-Welt von Paris unter, bis sie zwei Jahre später nach Berlin, der Stadt ihrer Kindheit, zurückkehrte. In Berlin griff sie unter anderem ihr altes Projekt wieder auf, inspiriert vom unübersehbaren Reichtum an städtischen Strukturen. Ab 2013 richtete sie ihre gesamte Aufmerksamkeit auf raubdruckerin und machte es zu ihrem Hauptprojekt.

Sie hatte das Glück in die Kreise lokaler Kunst- und Kulturnetzwerke aus ihrem direkten Umfeld in Berlin Neukölln Einblicke zu erlangen: Ida Nowhere, ein selbstverwaltetes Künstler-Kollektivs, als offener Projektraum, sowie der Verein Artistania e.V. zur Förderung „transkultureller Kreativität“ und Nemona, Netzwerk für Mode und Nähen. In diesen Initiativen, lernte Emma Menschen kennen, die eigene Projekte mit minimalen Mitteln, aber großer Hingabe realisierten und wurde ermutigt und tatkräftig dabei unterstützt, aus den eigenen Ideen ein ernsthaftes Projekt zu formen.

Die raubdruckerin Prints wurden zunächst auf ausgewählten Design-Märkten und Events angeboten, bis 2015 raubdruckerin den Post up Store im Nikolaiviertel, gemeinsam mit einigen jungen Berliner Designern eröffnete. Der Laden existierte bis Sommer 2016 und danach zog raubdruckerin in die Boddinstr. 9 nach Neukölln, in eine Atelier-Gemeinschaft zusammen mit Schmuckdesignerin Lilian Syrigou und Malerin Sabine Ammer. Im gemeinsamen Showroom sind abwechselnde Konfiguration und Präsentationen der Arbeiten, sowie Ausstellungen zu sehen.

Fakten

Konzept
Bei raubdruckerin wird jedes Stück von Hand bedruckt, direkt an dem Ort der entdeckten Struktur. Das Arbeiten/Produzieren im öffentlichen Raum ist wesentlicher Bestandteil des Projektes. Es eröffnet Chancen für spontane Interaktion mit Passanten, erzeug eine Abhängigkeit von Wetter und Zeit, macht das Projekt organisch. Eine gewisse Unperfektion gehört dazu.

Die Prints werden in einem Low-Tech-Druckverfahren hergestellt, bei dem ausser Malerrolle und Farbe, keine weiteren Materialien wie Druckplatten, Siebe oder andere Ressourcen gebraucht werden. Dieser Ansatz ist kritisch und bietet einen alternativen Standpunkt zur heutigen Massenproduktion.

raubdruckerin veranstaltet regelmäßig Workshops zum Thema „Street Printing“ bei denen der kreative Austausch von Menschen verschiedener Altersstufen und Hintergründe im Mittelpunkt steht.

Das Team um raubdruckerin ist in Berlin ansässig, beschränkt sich aber nicht nur auf die lokale Berliner Ebene, sondern arbeitet aber auch in anderen Metropolen wie Amsterdam, Lissabon, Madrid und Paris. Reisen ist Teil des Konzeptes.

Team

  • Emma-France Raff | künstlerische Leitung, Dipl. raubdruckerin
  • Thym’Art | Street Printer
  • Rio Ibero Raff | Street Printer
  • Richard Hopp | Web Design, Entwicklung
  • Orpheas Tziagidis | Photographie, Grafik, Web
  • Hiob Rasten | Presse, Social Media
  • Franzi | Photographie, Shop, Versand

Bildmaterial

photos: © Orpheas Tziagidis

Videos

  • Street Printing in Paris by Yoann Le Gruiec | 2017
  • Summerday in Berlin | Lomokino by raubdruckerin | 2016
  • Street Printing at Centre Pompidou | Paris by Yoann Le Gruiec | 2015
  • Printing street texture in Amsterdam by raubdruckerin | 2016
  • Printing T-Shirt with a manhole cover in Berlin by raubdruckerin | 2016
  • T-shirt printed with a drain cover – „Ich bin ein Berliner“ by raubdruckerin | 2015

für  alle weiteren Anfragen bitte press@raubdruckerin.de kontaktieren